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ÖH - Wahlen 2011

ÖH - Wahlen 2011

Unsere Forderungen für Leoben

·     ...für die Montanuni:

         Bessere Sprechstunden-/Bibliotheksöffnungszeiten

Wer von uns stand noch nicht vor einer der oft verschlossenen Türen von Profs oder Sekretariaten. An vielen Instituten ist es nicht nur für arbeitende Studierende eine Herausforderung innerhalb der, zum Teil unfassbaren, Sprechstundenzeiten einzutreffen. Zumindest einheitliche Öffnungszeiten der Sekretariate sollten doch im Bereich des Möglichen liegen. Diese einheitlichen Öffnungszeiten wären auch für die einzelnen Bibliotheken erstrebenswert.

 

·         Prüfungstermine und Einsichtnahmen fair gestalten

Während an unserer Uni bei weitem nicht alle Profs in der Lage sind ausreichend Prüfungstermine einzutragen wird bei Prüfungseinsichtnahmen keinerlei Rücksicht auf arbeitende Studierende genommen. Wenn man an manchen Instituten das einstündige Zeitfenster für die Einsichtnahme versäumt muss man für einen weiteren Einsichtnahme-Termin bis zu 3 Monate (!) warten! Eine starke ÖH muss da den Dialog mit den Profs suchen!

 

·         Unsinnige Prüfungsvoraussetzungen abschaffen

Auf die Frage, warum denn das Studium in Leoben (meist) nicht in Mindeststudiendauer abgeschlossen wird, sind die Prüfungsvoraussetzungen eine der meist gegebenen Antworten. Prüfungsvoraussetzungen finden sich fast überall. Einige dieser Vorboten der Verschulung haben durchaus ihre Daseinsberechtigung, da der vorausgesetzte Stoff wirklich benötigt wird. Allerdings existieren auch völlig unnachvollziehbare Voraussetzungen und das sind leider auch solche, die das Studium am meisten bremsen. Wenn die Voraussetzungen nicht durchdacht überarbeitet werden, studieren wir bald auf einer Montanfachhochschule.

 

·         Überdachte Fahrradabstellplätze

Der überdachte Fahrradabstellplatz an der Hauptuni ist eine tolle Sache! Leider haben die meisten Studierenden nach den ersten zwei Semestern kaum mehr Lehrveranstaltungen dort. Wenn jetzt auch zu den anderen Unigebäuden solche Abstellplätze angebracht würden, wäre  auch das Fahrradchaos vor dem RWZ bzw. dem Peter-Tunner-Gebäude Geschichte.

 

·         Passives Wahlrecht für ausländische Studierende

Bei der ÖH-Wahl 2011 haben alle bis zum 5.April 2011 inskribierten Studierenden ein aktives Wahlrecht und dürfen somit ihre Stimmen für die kandidierenden Fraktionen abgeben.

Die Möglichkeit bei der Wahl für die Studierendenvertretung zu kandidieren (das passive Wahlrecht) bleibt Studierenden, welche nicht aus der EU, Norwegen, Liechtenstein und Island stammen, verwehrt.

Im 21.Jahrhundert ist das unserer Meinung nach schon längst überholt und muss endlich geändert werden.

 

...für alle österreichischen Universitäten:

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Wahlen

Wer darf wählen?

 

Jeder ordentliche an einer Österreichischen Universität, unabhängig von der Staatsbürgerschaft. Ausländische Studierende dürfen jedoch nicht in Funktionen gewählt werden, was unserer Meinung nach nicht gerecht ist.

Wann wird gewählt?

 

Im Jahr 2011 findet die Papierwahl vom 24. bis 26. Mai statt!

Was wird gewählt?

Nach den Änderungen des HochschülerInnenschaftsgesetzes(HSG) gibt es inwischen nur mehr zwei Ebenen, die wir als Studierende wählen können: Die Studienvertretung (StV) und die Universitätsvertretung (UV). Fakultätsvertretungen (FVen), die bisher auch immer direkt gewählt wurden, sind nun ganz weggefallen, und die Direktwahl der Bundesvertretung (BV) wird durch ein Deligationswahlrecht ersetzt. Die Studienvertretung (StV) wird über ein Personenwahlrecht gewählt. Das bedeutet, dass man eine Person und keine Fraktion wählt. Abhängig von der Studienrichtung sind das drei oder fünf Personen, die dann auch die primären Ansprechpartner bei Problemen sind. Bei den Wahlen zur Universitätsvertretung (UV) gibt es unterschiedliche politische Fraktionen, die zu den Wahlen antreten. Studierende wählen also Fraktionen und die damit verbundenen Personen. Jede Universitätsvertretung besteht aus unterschiedlichen Referaten, die sich mit bestimmten Themen befassen.Meist ist es so, dass eine Koalition aus unterschiedlichen Fraktionen zusammen den Vorsitz stellt. Politisch vertritt die UV die Interessen der Studierenden auf zwei Gebieten: einerseits gegenüber der Universität, und andererseits gegenüber unterschiedlichen Interessensvertretungen und der Öffentlichkeit.Die Bundesvertretung (BV) ist die Vertretung der Studierenden auf Bundesebene. Sie erzeugt unter anderem unterschiedliche Servicebroschüren, arbeitet an Studienplänen mit, produziert die Zeitung Progress, und vieles mehr. Doch viele dieser Leistungen werden in Zukunft nicht mehr möglich sein, da das neue HSG die Budgets der BV drastisch gekürzt hat. So wird z.B. eine gemeinsame Rechtsberatung aller UV's zusammen auf Bundesebene nicht mehr finanzierbar sein, aber auf Universitätsebene genauso wenig.Der neue Entsendungmodus laut HSG: Den Universitätsvertretungen werden nach der Höhe ihrer Studierendenzahlen Mandate für die Bundesvertretung zugeteilt. Das würde z.B. bedeuten, dass eine Universität mit 7000 Studierenden ein Mandat bekommen würde, und eine Universität mit 1000 Stimmen ebenso. Es ist also nicht jede Stimme gleich viel wert. Die Mandate werden dann nach dem D'Hondtschen System an alle Fraktionen, die für die UV kandidiert haben, verteilt. Die Fakultätsvertretungen (FVen) wurden per Gesetz mit 1.2.2005 aufgelöst, wobei jedoch die Universitätsvertretungen die Möglichkeit haben, diese in ihrer Satzung wieder einzurichten. Sollte dies geschehen werden sie trotzdem nicht mehr durch Studierende gewählt.

Hintergrundfakten

 

Alle zwei Jahre sind die Studierenden Österreichs – egal ob In- oder Ausländer/in – dazu aufgerufen, ihre gesetzliche Interessenvertretung zu wählen. Erstmals fanden die Wahlen zur Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) vor etwas mehr als 60 Jahren statt. Die erkämpfte demokratische Mitbestimmung von Studierenden feiert also in diesem Sommersemester ein rundes Jubiläum – ein Grund mehr, das Kreuzerl für eine kritische und laute Stimme gegenüber den Mächtigen zu machen.Wer mit Stichtag 3. April inskribiert war, die/der darf vom 22. bis 24. Mai ihre/ seine Stimme bei der ÖH-Wahl abgeben. In den kommenden Wochen werden ca. 220.000 Studierende per Aushang an den Unis über ihre Wahlberechtigung informiert. Wer den eigenen Namen auf dieser Liste nicht findet, kann dies bis zum 3. Mai beeinspruchen. Die Wahl findet in den meisten Fällen direkt an den jeweiligen Instituten statt. Die genauen Orte stehen spätestens bis 10. Mai fest. Die Informationen dazu findest du rechtzeitig hier auf www.wahl07.at .Bis zum 26. April können Kandidaturen eingereicht werden, dann steht fest, welche Fraktionen an welchen Unis antreten und wen du somit wählen kannst. Neben den vier „großen“ Fraktionen – den Grünen & Alternativen StudentInnen (GRAS), dem Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ), der VP-nahen AktionsGemeinschaft (AG) und den Fachschaftslisten (FLÖ) tritt auch das Liberale StudentInnenforum (LSF), gleich zwei Kommunistische StudentInnenverbände (KSV) – einer mit, und einer ohne Unterstützung der KPÖ – und der Ring freiheitlicher Studenten (RFS) an. Seit die schwarz-orange-blaue Bundesregierung im Herbst 2004 ohne jegliche Einbeziehung der Studierenden das ÖH-Gesetz änderte, können VertreterInnen nur mehr über die Studienvertretungs- und Universitätsebene direkt gewählt werden. Fakultätsvertretung und Bundesvertretung werden von der jeweils unteren Ebene beschickt – je mehr Studierende an einer Uni oder Akademie, desto mehr Mandate werden entsendet. Trotz, oder gerade aufgrund der undemokratischen Wahlreform, konnten grüne und rote Studierendenverbände ihre bundesweite Mehrheit sichern. Seit 2001 stellen GRAS und VSStÖ durchgehend die Exekutive der ÖH-Bundesvertretung.